Personal Intelligence

Persönliche Sicherheit ist eine Voraussetzung dafür, dass sich Menschen wohl fühlen und frei und unbeschwert leben können. Die Familie, das Zuhause und das Eigentum zu schützen, ist somit eine elementare Entscheidung, die einen Zugewinn an Lebensqualität und Unbeschwertheit ermöglicht.

Dafür gilt es, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erstellen, dass die Lebenswirklichkeit sämtlicher Familienmitglieder berücksichtigt und gleichzeitig bruchfrei bzw. lückenlos funktioniert. Dabei gilt es konkurrierende Interessen zu identifizieren sowie die daraus resultierenden Widerstände zu moderieren. Nur alltagstaugliche Maßnahmen und Verhaltensempfehlungen werden akzeptiert und „natürlich gelebt“.

 

Es geht nicht nur um die Installation einer Alarmanlage

Übergeordnet zu einzelnen Maßnahmen oder technischen Lösungen ist das Etablieren einer individuellen Sicherheitskultur. Es gilt grundsätzliche Fragen zu beantworten wie „Was bedeutet Sicherheit für mich?“ und „In welchen Bereichen meines Lebens bin ich bereit, Einschränkungen hinzunehmen oder mein Verhalten zu verändern?“

 

Alles beginnt zu Hause

Jede Familiensituation ist anders und für sich genommen individuell. Dennoch haben alle Menschen einen Ort, den sie „Zuhause“ nennen. Sie möchten ein friedliches, sicheres und privates Leben führen – frei von allen Formen des unerwünschten Eindringens.

 

Sicherheitskultur: Eine Kultur schaffen, die Sicherheit Priorität einräumt

Der erste Schritt bei der Entwicklung eines effektiven Sicherheitsprogramms für das eigene Zuhause ist die Schaffung einer Kultur, in der Sicherheit einen hohen Stellenwert hat. Das bedingt, dass zunächst erstmal die Notwendigkeit erkannt und erklärt wird, sich um das Thema Sicherheit zu kümmern und von jedem einzelnen Familienmitglied ein entsprechender Beitrag eingefordert wird. Das Bewusstsein für Sicherheit eines jeden Einzelnen ist der Schlüssel zur Sicherheit sämtlicher Familienmitglieder. Dieses Commitment gilt es auf sämtliches Haus- und Funktionspersonal zu übertragen. Jede Person im Umfeld der Familie ist somit Teil des Sicherheitsnetzwerkes und trägt zur Sicherheit aller bei.

 

Sicherheitsgerechtes Verhalten: eigenes Verhalten ist der Schlüssel zu Sicherheit

Vorrangiges Ziel sämtlicher Maßnahmen und des eigenen Verhaltens ist es, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Übergriffs gegen einzelne Personen, deren Familie oder auch Eigentum bestmöglich zu minimieren. Es gilt, Ansatzpunkte für Ausspähung und Informationssammlung durch potenzielle Täter zu erkennen und zu eliminieren. Sicherheitsgerechtes Verhalten sämtlicher Familienmitglieder sowie der Hausangestellten bewirkt, dass Täter einen Übergriff für wenig erfolgsversprechend halten. Der Planungszyklus der Täter ist möglichst frühzeitig zu durchbrechen. Die eigene, durch Routinen bedingte Vorhersehbarkeit ist zu vermeiden. Sicherheitsgerechtes Verhalten ist dabei untrennbar verbunden mit Datenschutz der Online-Privatsphäre sowie Fragen der Netzwerk-/ Cybersicherheit.

 

Zugangskontrolle: die Grundlage eines effektiven Sicherheitsprogramms

Im Ergebnis bedeutet „sicher wohnen“ eine geschützte, private und friedliche häusliche Umgebung. Ein funktionierendes Zugangskontrollprogramm trennt zwischen „außen“ und „innen“. Es umfasst die Gesamtheit aus Zaun, Türen & Toren, der Kameras sowie der Gegensprechanlage. Fremde Personen sollen erst nach einem Kontroll- und Autorisierungsprozess und bewusster Abwägung in den privaten Bereich gelangen können. Entscheidend ist auch hier nicht die installierte technische Lösung, sondern täglich gelebte Routinen sämtlicher im Haushalt lebenden Personen. Wie kann z.B. bei Kindern ein Bewusstsein für Sicherheitsfragen geschärft werden, welches altersgemäß, verhältnismäßig und lückenlos ist?

 

Mechanische und technische Einbruchsschutzmaßnahmen: Schutz von allem was Ihnen lieb und teuer ist – egal ob Sie zu Hause oder auf Reisen sind.

Wesentliches Kriterium ist der sog. Widerstandswert einer Tür oder eines Fensters. Je höher der Wert, desto mehr Aufwand muss der Täter betreiben, um diese Barrieren zu überwinden. Elementar ist, dass sämtliche Türen und Fenster ein durchgängiges Sicherheitsniveau haben und es hier keine Brüche oder Insellösungen gibt.

In Ergänzung zum mechanischen Einbruchsschutz erkennt ein technisches Sicherheitselement, wenn sich Personen dem Grundstück nähern, und alarmiert die Hausbesitzer (oder den Sicherheitsdienstleister) noch bevor eine Person das Wohngebäude erreicht. Eine professionelle Alarmanlage umfasst dabei drei Hauptelemente: Frühwarnsensorik an der Grundstücksgrenze gepaart mit einer Hinweisgebung, dass der Eindringling detektiert wurde, Verifizierungstechnologien, wie z. B. Überwachungskameras, um die Art eines Alarms zu bestätigen sowie der Alarmtechnik, wenn eine Tür oder ein Fenster geöffnet oder durchbrochen wird, oder wenn es in einem Bereich innerhalb des Hauses Bewegungen gibt.

 

Handlungssicherheit, wenn es doch passiert

Wenn es trotz etablierter Schutzmaßnahmen zu einem Einbruch und einer konfrontativen Situation mit den Einbrechern kommt, ist Handlungssicherheit notwendig. Es gilt die Situation durch eigenes Verhalten zu stabilisieren und vor allem Kinder zu schützen. Ein besonders gesicherter Rückzugsraum kann helfen, die Zeit bis die Interventionskräfte vor Ort sind zu überbrücken. Handlungssicherheit in derartigen extremen Situationen erlangt, wer sich vorab mit den etablierten Prozessen detailliert vertraut macht und reaktive Handlungen im Familienverbund übt.

Die ganzheitliche Sicherheitsberatung der Act Aware GmbH umfasst präventive Beratung, Betreuung und Schulungen sowie die reaktive Intervention bei Bedrohungssituationen oder Alarmen.

Jan Kestner
jan.kestner@act-aware.de
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