Wenn die Welt morgen eine andere ist
Thomas Brandacher | 12.02.2026 | Unternehmen
Unternehmer sprechen von Nettogewinn, Liquiditätskennzahlen, Bilanzen. Vielleicht kursieren noch Begriffe wie Business Continuity und Lösungskompetenz durch die Flure. Aber im aktuellen politischen Spannungsfeld müssen wir auch über ein anderes Thema reden: Schwarze Schwäne
Wirtschaftsgipfel und Sicherheitskonferenzen operieren aktuell alle unter einem Themenschwerpunkt: Zukunft gestalten in einer unberechenbaren Welt. Diese Unberechenbarkeit hat einen Namen: Black Swan. Der libanesische Finanzmathematiker Nassim Nicholas Taleb etablierte den Begriff 2007 in der Wirtschaftswelt. Der schwarze Schwan steht seitdem für überraschende, seltene Ereignisse mit enormer Tragweite. Eines davon: der Angriff Russlands auf die Ukraine vor vier Jahren.
Lernen vom Ernstfall
Seit 2023 realisieren wir durchgehend Projekte mit ukrainischen Partnern.
Dadurch haben wir Insights aus der ukrainischen Unternehmensrealität gewonnen und ein Krisenkonzept entwickelt: „Black Swan“ prüft den Status Quo von Firmen und hilft ihnen, sich bestmöglich aufzustellen, falls der schwarze Schwan landet.
Experten sind sich einig, dass die Zeit der Stabilität und Sicherheit vorbei ist. Wir befinden uns längst in einer Phase des hybriden Kriegs, die Robustheit der NATO steht auf dem Prüfstand. Die Weltlage ist so besorgniserregend wie lange nicht und Europa agiert in einem Umfeld multipolarer Krisen und Bedrohungen. Diese sicherheitspolitische Lage hat erhebliche Folgen für die Wirtschaft: Fast neun von zehn Unternehmen in Deutschland (87 Prozent) haben im vergangenen Jahr einen Angriff in Form von Spionage, Sabotage oder Datendiebstahl erlebt. Der Schaden? Fast 290 Milliarden Euro.
Die Wahrscheinlichkeit des Unwahrscheinlichen ist stark gestiegen. Die Ersten, die sich über den Ernstfall, also den Eintritt mehrerer Krisen gleichzeitig, Gedanken machen, werden die Letzten sein, die in schweren, langandauernden Lagen trotz aller Widrigkeiten performen.
Ist das für Sie und Ihr Unternehmen relevant? Auch hier sagen wir: Ja, unbedingt. Klassische Business Continuity Pläne umfassen meist lediglich einzelne Risiken überwiegend infrastruktureller oder wirtschaftlicher Natur (Naturkatastrophen, Blackouts, Lieferantenausfälle). Bei Act Aware setzen wir auf ein ganzheitliches präventives Beratungskonzept, das auf Best Practice-Evaluierungen ukrainischer Unternehmen basiert, die trotz logistischer Herausforderungen, massiver Angriffe auf die Energieversorgung, täglich neuen Sachlagen und personeller Veränderungen ihr Business seit Jahren erfolgreich aufrechterhalten. Neben harten Faktoren sind, so Studien internationaler Unternehmensberatungen, auch psychologische Parameter entscheidend: Resilienz, Problemlösungskompetenz, Entscheidungswille, Fürsorge, Kommunikationsfähigkeit… All diese Kennzeichen liegen „Black Swan“ zugrunde, um Unternehmen für eine unsichere Zukunft zu rüsten – logistisch, systemisch und personell. Vor allem, wenn die Lage länger anhält als ein paar Tage oder Wochen.
Prävention statt Reaktion
Unser Angebot umfasst Anamnese, Analyse, Aktion. Wir bündeln Sicherheitskompetenz und Wirtschaftspsychologie, um Unternehmen branchenübergreifend umfassend auf bedrohliche Szenarien vorzubereiten und zu trainieren. Das beinhaltet alle Facetten von rechtlichen Grundlagen, strukturellen Back-Ups über Standort-Analysen und Entscheidungsbefugnissen bis zu Soft Skills wie menschenorientierte Führung, der in extremen Wirklichkeiten besondere Bedeutung zukommt. Diese Beratung wird maßgeschneidert und individuell auf jeden Betrieb angepasst. Das erklärte Ziel: Funktion durch Prävention zu gewährleisten.
Für Details und eine erste Bedarfsanalyse wenden Sie sich gerne an office@act-aware.de und vereinbaren ein kostenloses 30-minütiges Erstgespräch.
Weitere Infos: Black Swan
Das Team hinter Black Swan
Thomas Brandacher: Ehemaliger Offizier der Spezialkräfte, seit über 25 Jahren in der Privatwirtschaft erfolgreich. Seine Schwerpunkte sind operative Sicherheit – auch in Krisengebieten, Führen von Teams und das Erstellen von Sicherheitskonzepten.
Christine Stöhr: Diplom-Psychologin mit breit gefächerter Beratungs-Erfahrung in Industrie, Wirtschaft und Ministerien. Ihre Schwerpunkte sind Menschen-Führung in herausfordernden Lagen sowie Strukturierung von Unternehmen
Andreas Tismar: Dozent und Trainer für Sicherheit, Ausbilder für Projekte in der Ukraine mit sicherheitsrelevantem Bezug. Seine Schwerpunktthemen sind Resilienz und Prävention für Organisationen und Unternehmen.
Das Team wird projektspezifisch ergänzt durch die Spezialisten von Act Aware und bewährten Partnern aus den Disziplinen IT, Recht, Prozessmanagement etc., mit denen wir seit Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht.

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